In liebevoller Erinnerung an Lucky - meine große Katzenliebe

                                *Februar 2014


Bei meinem Lucky wurde Anfang Februar in Köln per Ultraschall Leberkrebs im Endstadium festgestellt mit einer Lebenserwartung von noch max. zwei Wochen. Dank Cortison ging es meinem Kleinen aber relativ gut und es wurden acht Wochen! Er war mauseln, stromerte abendelang draußen rum und fraß, wenn auch mäkelig, also fast ein normales Leben. Was nach Normalität aussah war allerdings ein Abschied in Raten.

                  Shari und Lucky Ende März 2014


Am 01. April 2014 musste ich meinen über alles geliebten Lucky erlösen lassen, da wohl ein Tumor in seinem ausgemergelten Körper geplatzt ist! Mein Kleiner hat innerhalb von wenigen Stunden extrem abgebaut und war ganz apathisch - in meinen Armen ist er ganz friedlich eingeschlafen.

Noch steht meine kleine heile Welt still, aber das ist ok und die beiden Seminare am Wochenende haben mich ein bisschen auf andere Gedanken gebracht!
Gut gehts mir zwar nicht, Tränen habe ich auch keine mehr, aber ich komme nach acht Wochen Kummer und jetzt dem trotzdem plötzlichen Abschied von meinem geliebten Kleinen zur Ruhe. Er fehlt mir so sehr, beim Aufstehen, beim Einschlafen, beim Nachhausekommen, ach in meinem ganzen Leben.

Ich hoffe, dass meinem Lucky das Leben, das ich ihm ermöglicht habe gefallen hat. Aber ich denke schon, dass mein Kleiner glücklich gewesen ist und ich bin dankbar für mehr als dreizehneinhalb gemeinsame wunderschönen Jahre.
Alles war so selbstverständlich und wirklich fassen kann ich es immer noch nicht, obwohl der Abschied bei seiner Erkrankung jeden Augenblick bevor stand.

Auch wenn wir wissen, dass unsere Tiere nur ein kurzes Stück Weg mit uns gemeinsam gehen können nimmt das nicht den Schmerz, wenn man Abschied nehmen muss.
Es ist für mich wirklich ein kleiner Trost, dass mein kleiner Hundefreund nun bei seiner geliebten Adoptivmama Laiki und einigen Hundefreunden ist.

    *2000 Lucky, "Mama Laiki" und Balou


Lucky war meine große Katzenliebe und eine ganz besondere Katzenpersönlichkeit. Ich werde meinen Süßen immer in meinem Herz bewahren genau wie meine Laiki.

Unendlich traurig vermisse ich meinen kleinen Frechdachs! Er durfte mich trotz seinem schlechten Start ins Leben aber doch eine glückliche Zeit von immerhin 13 Jahre und 8 Monate begleiten und ich möchte keine Sekunde missen.

                                   

Luckys Leben begann alles andere als wirklich vielversprechend  - geboren auf dem kalten Boden in der Garage einer Autoverwertung und mit seinen Geschwistern von der Mutter verlassen.
Am 13.08.2000 kam das kleine Kerlchen im Alter von grade mal zwei Tagen mit seinen drei Geschwistern zu mir. Die Kleinen haben vermutlich keinerlei Milch, auch kein Kolostrum erhalten und schrien vor Hunger. Lucky, wie ich ihn nannte in der Hoffnung der Name bringt ihm Glück, war das zweitschwächste der Babys. Aber er hatte Überlebenswillen und scheinbar -kräfte, die den Geschwistern leider fehlten. Trotz intensiver Betreuung starb eines nach dem anderen, nur der kleine Schwarze trank ein Fläschchen nach dem anderen und wuchs mir so sehr ans Herz, dass es schnell klar war, wenn er überlebt bleibt er bei uns. Es war schon rührend anzusehen wie der Kleine sich von seiner geliebten (Hunde)Adoptivmama Laika belecken und bekuscheln ließ.

Im Alter von zwei Wochen fuhr er mit in den Schwarzwald, mit drei Wochen war er der jüngste Teilnehmer bei den Wolfswinkler Hundetagen mit 150 Hunden drumherum. Sogar Toni, die faszinierende Hundepersönlichkeit von der WUFF hat Lucky kennengelernt.
Logisch, dass wir nicht ohne unseren Haustiger in Urlaub gefahren sind, obwohl er Freigänger war und auch am Urlaubsort die Gegend erkunden wollte. Also wohnten wir weit ab von Straßen und wurden bei Heimkehr von unseren Wanderungen immer miauend begrüßt.
Lucky war ein begnadeter „Hundeflüsterer“ und stets der Chef im Haus, egal wieviele meist große Hunde bei uns waren.
Alles war so selbstverständlich und ich habe nicht damit gerechnet ihn jetzt schon, mit grade mal 13 Jahren und 8 Monaten zu verlieren.


Kein Katzi mehr, der unter meine Bettdecke krabbelt und sich in meinen Arm kuschelt,
Kein Katzi mehr, der in meinem Arm liegend uns beide in den Schlaf schnurrt,
Kein Katzi mehr, mit dem ich mich miauend unterhalten kann,
kein Katzi mehr, der mich mauzend an der Garage abholt,
Kein Katzi mehr, der gemütlich auf meinem Bauch liegend lauter als das Fernsehen schnurrt,
Kein Katzi mehr, der mich anlachte wenn er mit einer Maus an der Terrassentür stand und Einlass begehrte,
Kein Katzi mehr, der im Haus oder draußen in meiner Anwesenheit alle Hunde vertrauensselig als Freunde begrüßt,
Kein Katzi mehr, der glücklich mauselnd auf der Wiese vor unserer Haustüre sitzt,
Kein Katzi mehr, der mich auf unvergleichliche Weise tröstet, wenn es mir mal schlecht geht,
Kein Katzi mehr, der mich miauend an der Haustüre begrüßt,
Kein Katzi mehr, der liebevoll seine Pfötchen um meinen Hals legt und seinen Kopf an den meinen drückt,
Kein Katzi mehr, der mit uns in Urlaub fährt,
Kein Katzi mehr, der mir Croissants stibitzt und damit unter der Bank verschwindet,
Kein Katzi mehr, der auch mal seine Krallen ausfährt wenn ihm das Streicheln zuviel wird,
Kein Katzi mehr, der es sich auf meinem Liegestuhl gemütlich macht,
Kein Katzi mehr, der bei uns auf dem Dach die Meisen beobachtet,
Kein Katzi mehr, für den ich immer gerne nach Hause gekommen bin,
Kein Katzi mehr, der mein Leben seit über 13 Jahren erhellt und bereichert alleine weil er immer da war!

Irgendwann wird aber wieder ein Kätzchen bei uns einziehen, ein Leben ohne Katze kann ich mir genauso vorstellen wie ohne Hund!

 

 

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Zu meiner kleinen Familie gehörte neben meiner damaligen Oldie-Hündin Laika, jetzt meiner Shari, die selbstverständlich im Urlaub dabei ist auch unser Katerchen Lucky.

Zum dem Zeitpunkt, als mein Lucky in unser Leben trat war ich absoluter „Katzenneuling“ und bin natürlich glücklich, dass  meine ganzen Überlegungen bzgl. seines Zusammenlebens mit mir und seiner Adoptivmama so unproblematisch umgesetzt werden konnten und immer noch können.

Er ist schon manchmal ein kleines Monster; aber ich liebe ihn über alles und er ist halt ein Persönlichkeit mit der Würde eines Herrschers. Davon können auch seine beiden Freund/Feinde aus der Nachbarschaft, Tigerkline und Toby bestimmt ein Katzenlied singen. Aber zum Glück weiß er meist, wann es besser ist sich zurück zu ziehen, um sich "Ohrwatscherln" zu ersparen.

Mein schwarzes kleines Monster wuchs zu einem stattlichen frechen Hauskater heran und wurde von Hund und mir adoptiert.

Klar, dass vorher aber die Frage an mich selber aufkam, wer soll sich um ihn kümmern, wenn ich im Urlaub bin.

Da ich auch wegen meinem Hund nur dorthin fahre, wohin wir mit dem Auto kommen, sollte Lucky also eine Reisekatze werden. Jung genug um sich ans Autofahren zu gewöhnen war er ja und so begannen wir mit kleinen Touren hin und wieder.

 
Im Alter von 2 Wochen musste ich übers Wochenende in den Schwarzwald und wollte meinen kleinen Tiger nicht weggeben, da er doch schon sehr auf uns geprägt war. So fuhr er das erste Mal eine weitere Strecke und verschlief sie bis auf 1x Fläschchen und Bäuchleinmassieren unterwegs in den Pausen.

Inzwischen sitzt er neben seiner Adoptivmama Laika bei den gepackten Koffern und wartet nur darauf, dass seine Flug-Box geöffnet wird (für ihn das Zeichen, dass er mit darf).

Da Lucky zum Freigänger wurde, suche ich natürlich nur tierfreundliche ländliche Urlaubsdomizile aus, die ruhig liegen und in deren Nähe keine stark befahrenen Straßen vorbeiführen. Bisher waren es jedes Jahr wechselnde Domizile und Lucky fand sich jedes Mal problemlos dort heimisch.

Die 780 km An- und Rückreise im Mai nach Berchtesgaden verschlief er nach wie vor in seiner großen Flugbox, die auf der Rückbank hinter dem Beifahrersitz zur Sicherheit angeschnallt und festgeklemmt wird. 

Er verhält sich am Urlaubsort wie zu Hause, d.h. er patrolliert rund ums Haus und kann natürlich rein und raus wenn wir zu Hause sind.

Nach ein paar Tagen, wie z.B. in einer supergemütlichen ebenerdigen Ferienwohnung am Königssee mit großem Garten wartet er mehrere Stunden irgendwo am Haus oder im Liegestuhl auf uns bis Laika und ich vom Wandern zurück kamen.

Einzig seine Geschäfte erledigt er doch lieber drinnen auf dem Katzenklo, wahrscheinlich weil dort auf dem Land andere revierbeanspruchende Katzen rumlaufen und er nicht „auffallen“ wollte.

Natürlich fanden auch Begegnungen mit den ortsansässigen Katzen statt, aber es kam noch nie zu Kämpfen. Es war aber interessant zu beobachten, dass beide Katzen den „Konflikt“ lediglich aussaßen und dann langsam mit abgewendetem Kopf ihrer Wege gingen. Ganz in Ruhe wird sich dann erst mal auf unserer Terrasse geräkelt und die Gartenbank als Nickerchenplatz ausgewählt. Von Stress keine Spur, gelegentliche Anspannung natürlich schon.

Da meine Katze den gleichen Tagesablauf wie zu Hause hat, nur in neuer spannender Urlaubs-Umgebung, bin ich mir sicher, dass nicht nur Hund und ich sondern auch unser Katerchen einen schönen interessanten Urlaub hatte.

Natürlich sollten Freigängerkatzen (bei solchen Aktionen erst recht) generell gechipt oder tätowiert sein.

Urlaub ohne meinen Lucky kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, zumal ich auch die Urlaubsgestaltung auf meine beiden mitreisenden Tiere einstelle.

Wenn er doch mal nicht mitkommen kann, z.B. ein Wochenende, wird Lucky von unserer lieben Nachbarin bei uns zu Hause bestens versorgt.

Also nur Mut für Neu-Katzenhalter: früh genug ans „Urlauben“ gewöhnt, kann vielleicht auch Ihre geliebte Katze den Urlaub mit Ihnen verbringen.

TierTime