Abschied von meiner geliebten Laiki

Am Donnersteg, den 16. Juli 2009 um 7.30 Uhr ist meine über alles geliebte Laiki im stolzen Alter von 16 Jahren, 7 Monaten und 3 Tagen zu Hause und in meinen Armen ganz ruhig auf ihre letzte Reise gegangen.

Als Laiki die Wege zu lang, die Hügel zu steil und das Atmen zu schwer fiel musste ich als letzten Liebesdienst an meine Süße die schwerste Entscheidung in meinem Leben treffen.
Viele Jahre haben mir liebe Menschen geholfen erfolgreich um ihre Lebensqualität zu kämpfen. Aber irgendwann haben alle Therapien ihre Grenzen erreicht und Laiki war ein Weiterleben nicht zuzumuten.
Sie war so lange meine liebste Gefährtin und ich kann mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen, muss es aber nun lernen.
Vom Hundehimmel schaut sie nun als leuchtender Stern zu mir herab und ich bin mir sicher, dass wir uns irgendwann wieder sehen.

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Ganz ganz herzlich möchte ich mich bei all den lieben Menschen bedanken, die meiner geliebten Laiki und somit auch mir in den letzten Jahren therapierend und beratend zur Seite gestanden haben. Ohne euch alle hätte meine Süße dieses hohe Alter nicht mit relativ guter Lebensqualität erreichen können.
Auch wenn Laiki ein stolzes Alter erreicht hat kann ich noch immer nicht wirklich fassen, dass meine Süße nicht mehr lebt.
Laiki ist überall so allgegenwärtig, ständig höre ich sie durch die Wohnung tapsen oder hecheln. Die Gedanken an sie sind oft so intensiv, dass ich mich tatsächlich umdrehe und sie suche!
Sogar nachts wache ich auf weil ich sie höre. Das alles kann man sich doch nicht einbilden, oder?

Lucky und ich werden bestimmt noch eine Weile an dem Tod unserer Lebensgefährtin knabbern aber sie hat unsere Trauer verdient.

Wirklich trösten kann uns sowieso niemand und der Alltag nimmt sehr schnell und schonungslos wieder von uns Besitz, auch wenn es uns noch so schwer fällt und unsere kleine heile Welt eine Weile wie gelähmt still gestanden hat.

Viele Tierbesitzer konnte ich in Zeiten der Trauer um ihre Tiere hoffentlich ein wenig trösten und bin nun ziemlich überwältigt und zu Tränen gerührt über die vielen vielen E-Mails und Karten, in denen mir teils sogar fremde Menschen ihr Beileid und Mitgefühl aussprechen. Ich danke euch/Ihnen herzlich dafür und bin wiederum glücklich zu erleben, welche Wertschätzung meine Laiki erfahren hat und dass ich in dem tiefen Schmerz um meine Süße nicht alleine bin.
Es scheinen doch mehr Menschen unsere Gefühle zu verstehen, als wir manchmal denken.
Auch wenn es sich in den Augen mancher Menschen sicher „nur“ um ein Tier gehandelt hat, ist mit Laiki ein Stück von mir gestorben und ich musste erst mal lernen ohne meine geliebte Gefährtin zu leben.

Zum Glück habe ich noch mein Katerchen Lucky, in dem meine Süße weiterlebt, weil er ohne Laikis liebevolle Betreuung (seit seinem zweiten Lebenstag und wochenlangem Kampf) nicht überlebt hätte. Auch der kleine Kerl ist ganz ruhig und in sich gekehrt. Er konnte sich von seiner geliebten Adoptivmama verabschieden und lag seit dem oft stundenlang auf dem Platz vor der Terrassentür wo Laiki eingeschlafen ist.

Mach´s gut meine Kleine, mehr konnte ich leider nicht für dich tun.
Du fehlst mir so sehr, meine geliebte Laiki, aber ich weiß, dass es dir da oben im Regenbogenland gut geht und wir uns eines Tages wieder sehen.
* DEINEN PLATZ IN MEINEM HERZEN WERDE ICH DIR IMMER BEWAHREN *

 

Meine Laika - in liebevoller Erinnerung an den wunderbarsten Hund

Als Laika zu mir kam

Meine Laiki 9 Wochen alt

Im Februar 1993 war es endlich so weit. Nach dem plötzlichen Tod meiner geliebten Mischlingshündin Dina und fünf schrecklich hundelosen Jahren konnte wieder ein Hundekind bei mir einziehen. Meine kleine Laika, eine langhaarige Chow-Chow/Golden Retrievermischlingshündin eroberte mein Herz im Nu und ist seither der absolute Mittelpunkt meines Lebens. Mit 9 Wochen trat sie als drolliges beige-braun-gestromtes Hundebaby in mein Leben und ist im Laufe der Zeit zu einer rotblonden Schönheit herangewachsen. Als Welpe ähnelte sie eher einem Eurasier, als Junghund einem Goldie und als Erwachsene mit dem dicken Pelz eher ihrer Chow-Chow-Mutter bis zum heutigen Tag. Sie kann beide Rassen nicht leugnen und hat von beiden Elternteilen nur das Beste abbekommen.  Die Optik eher vom Chow-Chow und das durch ihn gedämpfte Temperament vom Goldie.

kein Urlaub ohne Laika

Als Familienmitglied wurde und wird sie natürlich überall mit hin genommen. Alleine gelassen wird sie nur noch selten und leistet vormittags nach wie vor als „Enkelhund“ meiner Mutter Gesellschaft, so dass ich in Ruhe meinem Beruf nachgehen kann. Urlaube ohne Laiki waren und sind kein Urlaub, mit Ausnahme einer mehrwöchigen Canadareise, während der sie in jungen Jahren bei meinen Eltern gut aufgehoben und geliebt war. Aber selbst in dieser atemberaubenden Landschaft und erdrückt von Naturschauspielen fehlte mir meine Süße an allen Ecken und ich habe unser Wohnmobil mit lauter Fotos von Laiki tapeziert. Der Abschied von diesem wunderschönen Land fiel mir zwar einerseits schwer, aber andererseits hat mir die Aussicht, bald wieder meine geliebte Laiki in die Arme schließen zu können, die Abreise natürlich wesentlich leichter gemacht.

Seitdem habe ich keinen Urlaub mehr ohne vierbeinige Begleitung unternommen und Laiki ist innerhalb Deutschlands und im benachbarten Ausland viel herum gekommen. Es ging an hundefreundliche Urlaubsziele u.a. nach Bayern oder in den Schwarzwald zum Wandern und an die Nordsee, auch Ausflüge in die Schweiz oder Österreich sowie nach Holland waren für meine begeisterte Auto(mit)fahrerin eine willkommene Abwechslung.

Unsere vorletzte mehrstündige Bergwanderung hat sie noch mit über 9 Jahren zwar locker absolviert, aber man merkte beim Abstieg doch, dass es anfing ihr schwer zu fallen. Strapazen wollte ich meinem Hund aber natürlich nicht zumuten und im nächsten Jahr suchten wir uns andere Ferienaktivitäten, die auch für einen Hund mit Gelenkerkrankungen möglich sind. Also fuhren wir ans Meer, wo sie im weichen Sand vor lauter Lebensfreude übermütig getobt hat wie ein junger Hund.

wie Hund und Katze?

Laika und Lucky schmusen

Probleme gab es mit dieser sanften Hündin ihr ganzes Leben nicht. Zeit ihres Lebens ist Laika eine souveräne und friedliche Hündin; freundlich zu allen Menschen und Tieren. Viele Katzenbabys haben ihrer liebevollen Fürsorge schon ihr Überleben zu verdanken. Eines dieser Babys haben wir 2000 adoptiert, nachdem wir wochenlang auch um sein Überleben gekämpft haben und sich der kleine schwarze Kerl in unser Herz geschlichen hat. Katerchen Lucky bleibt der einzige tierische Lebensgefährte für Laiki, nachdem ich lange Zeit vorher überlegt hatte, ihr einen zweiten Hund als Gefährten zu gönnen. Hundebesuch ist zwar herzlich willkommen aber Laiki freut sich noch viel mehr wenn er wieder weg ist; aus diesem Grunde wollte ich ihr aus Egoismus auch keinen weiteren Hund aufzwingen. 

Der schnurrende Frechdachs spielt seine „Rolle“ als Gesellschafter aber auch ganz prima und kommt trotz Freigängertum zwar auch mit in Urlaub, geht aber ansonsten seiner Wege; somit kann Laika noch genug Zeit mit mir alleine verbringen und genießt das auch sichtlich.

Abends kuschelt sich Lucky meist gemütlich an seine über alles geliebte Adoptivmama, oft mit einem Pfötchen auf ihrer Pfote und den Kopf an ihrem. Mit diesem drolligen Kerl habe ich ihr die größte Freude bereitet und genieße selber auch das harmonische Verhältnis der Beiden. Wie oft haben mich die niedlichen Spiele von Hund und Katz schon in schallendes Gelächter ausbrechen lassen, zumal es bei der Kommunikation untereinander oft nur noch fehlt, dass der Kater anfängt zu bellen. Aber das bringt Laiki ihm bestimmt auch noch bei.

Laika für die Seele

Laika hat mich in all den Jahren durch sehr viele Tiefen und Höhen begleitet und ich weiß nicht, wie ich manches durchgestanden hätte ohne meine vierbeinige Therapeutin. All die vielen Jahre mit ihr sind eigentlich eine einzige Liebeserklärung an diese tolle Hündin. Meine Laika ist einfach mein absoluter Traumhund und ich hoffe sehr, dass sie mich wenigstens als einigermaßen verständige Begleiterin sieht, die sie versteht und auf sie eingeht.

Laika wird nicht jünger, aber ...

Sie ist von schwerwiegenden Erkrankungen bisher zum Glück verschont geblieben, allerdings machen Laiki seit dem 10 Lebensjahr die altersbedingten Verschleißerscheinungen ziemlich zu schaffen. Schwerste beidseitige Ellenbogenarthrose und Spondylosen im Lendenwirbelbereich haben ihr kurz vor ihrem 12. Geburtstag im Oktober 2004 das Leben und Laufen zur Hölle gemacht.

Ohne Schmerzmittel konnte das arme Tier nicht mehr beschwerdefrei laufen, aber diese verursachten bei ihr aufgrund einer leichten Lebervorschädigung eine verschlimmerte Schädigung mit Juckreiz bis zur Selbstverstümmlung. Das ganze Tier bestand nur aus aufgeknabberten blutigen und eitrigen Wunden fast am ganzen Körper.


Ich hatte also keine Wahl und mir wurde empfohlen, mich langsam auf einen Abschied von meiner geliebten Hündin einzustellen, da es kaum einen Ausweg aus diesem Teufelskreis geben sollte.

... es gibt oft mehr Wege als man denkt

Osteopathiebehandlung von Christiane

Aber so schnell gebe ich mein Tier ja nicht auf und mein Kampf um ihre Lebensqualität begann, als ich durch Fügung dann an ein Produkt geraten bin, dass meinen Hund unglaublicherweise nach 5 Tagen so gut wie beschwerdefrei laufen ließ. Es war allerdings eine Berg- und Talfahrt anfangs, zumal es in diesem November auch nasskalt war, für Gelenkerkrankungen eben keine gute Jahreszeit.

Durch Empfehlung an einen komplementär arbeitenden Tierarzt zu geraten, war das Beste was uns in dieser Zeit passieren konnte und wir haben erste Erfahrungen mit naturheilkundlichen Behandlungsmethoden gemacht.


Viele weitere liebe Menschen haben in dieser für uns Beide schweren Zeit mit den unterschiedlichsten Therapien wie auch Reiki oder Osteopathie dazu beigetragen, dass nach über einem Jahr Kampf 2004 und 2005 meine Laiki heute so fit ist, wie man im stolzen Alter von über 15 Jahren nur sein kann und nur so vor Lebensfreude und Lebensqualität strotzt.
Wer sie damals und heute vergleicht, wird nicht glauben, dass sie derselbe Hund ist.

Laika, eine sehr rüstige Dame

Nach wie vor sind Therapien nötig, um diesen Gesundheitszustand erhalten zu können. Viele Behandlungen, die den Menschen Schmerzlinderung oder Entspannung bringen, finden heute ja auch bei Tieren Anwendung und so genießt Laiki u.a. auch physiotherapeutische Behandlungen, die ihr enorme Erleichterung ihrer Skelett- und Gelenkerkrankungen bringen.

Inzwischen läuft dieses Tier, das eigentlich nach dem Röntgenbild von 2002 kaum schmerzfrei laufen können dürfte, ohne jegliche Schmerzmittel noch locker zwei- bis drei Stunden Spazieren, allerdings in einem gemäßigten, gemütlichen und selbstbestimmten Tempo incl. (Leckerchen)Spielchen mit mir, Buddelpausen und Artgenossenbegrüßung.  Aber wir sind ja nicht auf der Flucht, denn die gemeinsamen Unternehmungen mit Laika sind mein „Heiligtum“, die ich, wenn irgend möglich, allen weiteren Terminen erst mal vorziehe. Auch bei unseren Hundesenioren-Wanderungen geht Laiki noch mit Begeisterung vorneweg.

Hoffnungslosigkeit hat also eine glückliche Wendung genommen und ich bin so unendlich dankbar dafür, dass uns noch eine weitere gemeinsame Zeit geschenkt wurde.

Das Zusammenleben mit dieser leicht ergrauten, so  liebevollen und weisen Hündin, deren Augen nur Vertrauen und Gelassenheit ausdrücken ist meine schönste Lebenserfahrung, von der ich nicht eine Sekunde missen möchte.

Ein Leben ohne dieses einmalige Geschöpf kann und möchte ich mir gar nicht vorstellen, auch wenn ich weiß, dass der schwere Tag des Abschieds irgendwann kommen wird.

Viele Freunde aus Laikas „Jungspuntzeit“ sind schon über die große Regenbogenbrücke gegangen und mein einziger innigster Wunsch für die kommenden Jahre ist daher auch, dass meine über alles geliebte Laiki noch viele viele schöne Jahre in guter Lebensqualität und Lebensfreude mit Katerchen und mir verbringen darf.

Obwohl sich im April 08 Laikis Zustand rapide verschlechtert hat und sie aufgrund von Muskelabbau und Spondylose im Lendenwirbelbereich nur noch schwer aufstehen und hinlegen konnte haben wir die Lage nun wieder im Griff und es geht ihr wieder besser.
Laikis Devise ist gehen, gehen, gehen aber gemütlich im "Spazierstehtempo". Rumliegen ist nur was für alte Hunde.
Ihren 16. Geburtstag am 13. Dezember 2008 hat Laiki locker genommen und mit ihrem Freund Louis verbracht.
Mit Zuversicht schauen wir nun was das Neue Jahr bringt und ich hoffe meiner Süßen noch einen schönen Lebensabend ermöglichen zu können.

 

Leider war uns nach Laikis Schlaganfall Anfang 2009 nicht mehr viel Zeit vergönnt. Mit Osteopathiebehandlungen und Laserakupunktur hatte sich ihr Zustand zwar mal kurzfristig gebessert, aber ihre Muskulatur wurde immer mehr abgebaut und so war es eine Frage der Zeit wie lange Laikis Leben für sie noch lebenswert war.
Am 16. Juli musste ich die schwerste Entscheidung in meinem Leben treffen und meine über alles geliebte Laiki über die Regenbogenbrücke gehen lassen.

TierTime